Sonntag, 13. April 2008

Spargel mit perfekter Hollandaise

Wie schon ein Posting weiter unten zu lesen war, hat die Spargelsaison begonnen und ich habe mich gleich mit einer größeren Ladung eingedeckt. Da Spargel nur frisch wirklich schmeckt, musste ich mir für die übriggebliebene Portion etwas ausdenken. Ebenfalls ein Posting weiter unten habe ich die Behauptung aufgestellt, Sauce Hollandaise wäre ein Wunderwerk der molekularen Kochkunst. Das möchte ich nochmal etwas genauer erörtern, deshalb gabs heute Spargel ganz klassisch mit Hollandaise:



Theoretische Überlegungen zur Sauce:

Einige interessante Fakten zum Thema finden sich im Buch "Molekulare Küche" von Thomas Vilgis: Hollandaise ist eine Fett in Wasser Emulsion (das Wasser kommt hauptsächlich aus dem Eigelb und dem Wein, das Fett aus der Butter). Daß überhaupt eine Emulsion entsteht und nicht einfach das Fett als großes Fettauge oben schwimmt, liegt an der grenzflächenaktiven Wirkung des im Ei enthaltenen Lezithins. Ein gewisses Maß an Stabilität erhält die Sauce dadurch, daß die Proteine des Eigelbs durch Erhitzen und durch die Säure der Zitrone (oder in meinem Fall Limette) denaturiert werden und sich zu einem Netzwerk zusammenfügen. Bei zu großer Hitze verklumpen jedoch die Protein-Moleküle und flocken aus, die Sauce "gerinnt".

Um diese Gefahr von vornehrein auszuschließen kommt die Physik ins spiel. Die Ei-Proteine flocken laut Vilgis bei 68° aus. Die Sauce wird klassisch im Wasserbad zubereitet und kann logischerweise nie wärmer als das Wasser selbst werden (außer man hat einen Turbo-Rühr-Arm). Also packt man ein Thermometer ins Wasserbad und hält die Temperatur knapp unter dem kritischen Punkt. Vilgis empfiehlt 60°, dabei erreicht die Sauce bei meinen Versuchen aber nicht die nötige Temperatur, um fest zu werden. Durch die Wärmeleitung der Rührschüssel kommt bei mir die Sauce kaum über 50°. Bei mir hat das Wasserbad daher 70°, die Sauce erwärmt sich dann bei ständigem Rühren auf ca. 63°, was ausreicht, die Ei-Proteine zu denaturieren, ohne dabei auszuflocken. Es empfiehlt sich, beim ersten Versuch sowohl das Wasserbad als auch die Saucentemperatur genau zu überwachen.

Rezept:

4 Eigelbe, 8ml Limettensaft und 40ml trockenen Weißwein (kann anteilig durch etwas Hühnerbrühe ersetzt werden) mit dem Schneebesen kräftig verrühren. Mit Salz, Pfeffer und gemahlenem Koriander würzen. Die Mischung auf dem auf 70° temperierten Wasserbad erwärmen und stückchenweise 250g zimmerwarme Butter unterschlagen. Klassisch wird geschmolzene Butter verwendet, mit fester Butter funktioniert es aber tatsächlich besser. Wenn alle Butter eingerührt ist, so lange weiter schlagen, bis die Sauce dickflüssig und leicht schaumig ist (ca. 10 Minuten). Dabei darf die Temperatur der Sauce nicht über 65° steigen. Je nach verwendeter Ausrüstung ist die Temperatur des Wasserbads entsprechend um einige Grad anzupassen.

Den Spargel habe ich ganz klassisch in ganz leicht kochendem Wasser gegart. Ins Kochwasser kommt noch großzügig Salz und ca. 1 EL Zucker. Der Spargel ist Fertig, wenn eine Stange, wenn man sie mit der Gabel anhebt, leicht durchhängt. Die Garzeit liegt bei 10-15 Minuten je nach Dicke der Stangen.

Als Beilagen passen alle "üblichen Verdächtigen" dazu wie Baguette, Kratzete, Schinken, Lendchen usw. Als Wein eignet sich ein spritziger Riesling oder ein junger Grauburgunder.

Kalbssteak sous-vide auf in Zucker gebratenem Spargel

Seit etwa einer Woche steht wieder der Spargelstand bei uns am Wohngebiet und verkauft frischen badischen Spargel. Heute war daher die Zeit für meinen persönlicher Start in die diesjährige Spargelsaison gekommen. Und auch wenn Sauce Hollandaise genaugenommen auch ein kleines Wunderwerk der molekularen Kochkunst ist, wollte ich doch etwas abgefahreneres basteln. Die Grundidee für die heutige Kreation stammt aus dem Buch "Molekulare Küche" von Thomas Vilgis: Heute kamen in Zucker gebratener Spargel, sous-vide gegartes Kalbssteak und gewürzte Karamell-Chips auf den Teller:



Kalbssteak sous-vide:

Das Grundprinzip habe ich schon weiter unten in diesem Blog beschrieben. Die Kalbfleisch-Stücke werden kurz abgebraust und mit viel frischem Pfeffer gewürzt. Dann werden sie entweder einvakuumiert oder in einem Eimer Wasser in einem Ziplock-Beutel verpackt. Durch den Gegendruck des Wassers wird die Luft weitgehend aus dem Beutel herausgedrückt, es darf aber natürlich kein Wasser hineinlaufen, also immer das Zip-Ende oberhalb des Wassers halten. Die eingetüteten Fleischstücke kommen jetzt je nach Dicke für 30-60 Minuten in ein 60° warmes Wasserbad.


Nach dem Garprozess im Wasserbad die Fleischstücke mit Küchenkrepp vorsichtig etwas abtrocknen, ohne den Pfeffer abzuwischen, und in Butterschmalz kurz und scharf anbraten, um etwas Röstaromen und Farbe zu erhalten.

In Zucker gebratener Spargel:

Die Idee hinter dieser Zubereitungsmethode ist, daß Haushaltszucker bei einer Temperatur von ca. 150° schmilzt und dann bis ca. 120° flüssig bleibt. Man kann daher in der Temperaturspanne von etwa 120° bis 140° in geschmolzenem Zucker braten, ohne daß der Zucker verbrennt. Die Methode eignet sich allerdings nur für Zutaten, die mit Zucker geschmacklich harmonieren.

Für unser Spargel-Ragout Spargelstangen schälen und in ca. 5cm lange Abschnitte schneiden. 20g Zucker in einer Pfanne schmelzen, dann die Spargelstangen im geschmolzenen Zucker durchschwenken. Der Zucker wird etwas bräunen und dadurch ein Karamell-Aroma entwickeln, er darf aber auf keinen Fall zu heiß werden und verbrennen. Daher immer wieder ganz kleine Mengen Geflügelfond angießen und einreduzieren lassen, um die Temperatur zu steuern. Wenn der Spargel gleichmäßig mit Zucker überzogen und weich ist, etwas Schmand und Sahne einrühren und mit Salz, Pfeffer und Balsamico abschmecken.

gewürzte Karamell-Chips:

In einem Topf 40g Zucker schmelzen und auf eine Silikonmatte geben. Mit Fleur de Sel und frisch gemahlenem Pfeffer bestreuen. Mit einem Stück Backpapier abdecken und mit dem Nudelholz flach ausrollen. Die Arbeitsschritte müssen schnell durchgeführt werden, da der Karamell schnell fest wird.

Nach dem der Karamell ausgehärtet ist, vorsichtig das Backpapier abziehen und Karamell von der Silikonmatte lösen. Das geht am einfachsten, wenn man die Konstruktion umdreht, mit der Karamellschicht nach unten. Jetzt kann man die Matte aufrollen und damit ablösen. Den Karamell-Fladen in mundgerechte stücke brechen und die Leckereien damit dekorieren.

Sonntag, 6. April 2008

Gegrillte Mini-Tintenfische mit Salsa Cubes

Auf der Suche nach Essbarem habe ich in der Fischtheke Mini-Sepien entdeckt und beschlossen, daraus eine Vorspeise zu basteln. Entstanden sind gegrillte Mini-Tintenfische mit Salsa-Cubes auf bunten Salaten



Salat:

Man kann für den Salat nehmen, was gerade auf dem Markt zu bekommen ist. Ich habe mich für einen schönen Kopfsalat, Kirschtomaten und eine Landgurke entschieden.

Vinaigrette:

Salz, Zucker, gemahlenen Pfeffer, gehackte Schalotte, Schnittlauch und Petersilie in 2 El Weißweinessig einrühren, 3 El Rapsöl und 1 Tl Dijon Senf zugeben, alles mit dem Schneebesen zu einer cremigen Emulsion verarbeiten.

Salsa-Cubes:

1 gehackte Schalotte in Olivenöl glasig anschwitzen, 2 gehackte Knoblauchzehen, Kreuzkümmel, Fenchelsamen, schwarzen Pfeffer, 1 Lorbeerblatt und 1 entkernte, halbierte Chilischote zugeben und 30 Sekunden anrösten.

Mit Rotwein ablöschen, einreduzieren und 1 Dose Tomaten zugeben (schmecken besser als die holländischen roten Wasserkugeln). Mindestens 1h köcheln lassen, gerne auch länger. Durch das lange Kochen werden alle Aromen aufgeschlossen.

Nach dem Kochen etwas frische Petersilie und Oregano einstreuen. Lorbeerblatt und Chilischote entfernen und auf ca. 80° abkühlen lassen. 15g vegetarische Gelatine (von Sosa) einrühren und etwas ziehen lassen. Salsa in eine Form füllen und für 2h in den Kühlschrank stellen.

Wenn das Gelee fest ist, auf ein Brett stürzen und mit einem scharfen Messer in Würfel schneiden. Vor dem Anrichten die Würfel in der Mikrowelle auf niederer Stufe (Auftaustufe) auf ca. 50° erwärmen, sonst schmecken sie nicht. Vorsichtig erwärmen, da bei 65° die veggie-Gelatine schmilzt!

Gegrillte Mini-Sepien:

Geputzte Mini-Tintenfische in ein "Nest" aus Alufolie setzen und dieses auf ein Backblech geben. Mit Olivenöl beträufeln, eine Thymianzweig und einen Rosmarinzweig zugeben. Unter dem vorgeheizten Backofengrill 3-5 Minuten übergrillen, bis die Sepien durch das eingeschlossene Wasser zu "blubbern" anfangen.

Anrichten:

Salat auf einem Teller ausbreiten und die Vinaigrette angießen. Salsa-Cubes und Sepien darauf anrichten, am Schluß die Sepien mit etwas Limettensaft beträufeln.

Hier nochmal eine Gesamtansicht:

Sonntag, 30. März 2008

Rinderfilet sous-vide

Nachdem Tiger mich, das letzte Mal als ich mein Lamm sous-vide gemacht hab, schräg angeschaut hat, als ich sagte, dass das zum wegbloggen zu langweilig ist, blog ich jetzt halt die nächste langweilige Geschichte. ;-)

Freitag stand ich vor einem lecker aussehenden Rinderfilet und konnte einfach nicht widerstehen. Nach dem Aha-Erlebnis letztes Mal mit dem Lamm, war schon von vorneherein klar, dass auch dieses Stückchen Fleisch wieder sous-vide zubereitet werden muss. Während das possierliche kleine Tierchen in der Plastikhülle knapp 5 Stunden bei 63° auf seine Befreiung haderte, musste ich mir noch überlegen, was es denn später noch dazu geben soll. Geholfen haben mir dabei die Leute von Foodpairing.be.

Mit wenigen Klicks war ich beim Rind und so war auch die Auswahl der restlichen Zutaten kein Problem mehr. Auch ne Möglichkeit sein Essen zusammenzustellen. Und nebenbei bemerkt sicherlich nicht die verkehrteste. Zu meinem Rind gab es zuguterletzt Broccoli (in lecker Butter und Gemüsebrühe durchgeschwenkt), Nudeln und ein kleines Sößchen.


Letzteres bestand aus ein paar Röststoffen beim Anbraten des Tierchens in Butter und Olivenöl, jew. 2 Zweige Rosmarin und Thymian, der restlichen Bratensoße aus dem Beutel, etwas leckerem Rotwein, gemahlenem Ingwer und etwas Kreuzkümmel für die Schärfe. Und weil die Foodpairing-Jungs und -Mädels so witzige Bilderchen haben, hab ich auch noch aus etwas Jogurt, Tomaten-Paste und Paprika mit reingepackt. Eigentlich selbstverständlich: Salz und Pfeffer waren natürlich auch drin.

Und nach dem leckeren Essen toaste ich jetzt Tiger mit dem restlichen Wein zu und sag Danke, dass Du mir immer vorgemacht hast, wie das mit den Soßen zu funktionieren hat.

Montag, 24. März 2008

Sushi-Experimente

Was soll man bei dem Wetter schon machen, außer in der Küche rumexperimentieren... also habe ich heute zum ersten mal in meiner "Karriere" versucht, Sushi zu basteln. Ich habe mich erstmal an klassische Maki-Rollen mit Lachs, Seehasenkaviar und ein Veggie-Experiment mit gebratenen Pilzen rangetraut. So sah das Ergebnis dann aus:


Mit der Reis-Konsistenz bin ich noch nicht 100%ig zufrieden aber geschmacklich wars für den Anfang schon sehr zufriedenstellend. Ich bleibe weiter dran...

Rezepte gibts, wenn ich mehr Ahnung davon habe, ich habe einfach einige wilde Sachen aus dem Netz gemischt. Besonders gefallen haben mir die Anregungen auf dieser Seite: Super Sushi

Unösterliches in 5 Gängen

Leider hatte ich dieses Wochenende trotz (oder gerade wegen) Osterfeiertage zu wenig Zeit um zusammen mit Tiger eine Kochsession zu machen und somit gibts von mir nur dieses kleine unösterliche Menü.

1. Gang: Auberginencaprese mit Balsamicogelee
Die Idee dazu kam mir, als ich überlegt hatte, was ich mit der Aubergine in meinem Kühlschrank noch so anfangen könnte. Ausserdem wollte ich schon immer mal das Gelee und den Gelierprozess von Johannisbrotkernmehl mit Xanthan ausprobieren (abgesehen davon, dass ich zwei Vegetarier zu Gast hatte, die mit der vorhandenen Balsamicogelatine wohl nicht warm geworden wären).
Balsamico mit Johannisbrotkernmehl und Xanthazoon (Mischungsverhältnis 1:1) vermischen. Achtung: Gelierprozess beginnt noch umgehender als umgehend!


Eine Handvoll Basilikumblätter klein hacken und in etwas Butter andünsten. Mit etwas Wasser und Lecithin vermischen um eine schöne Basilikumemulsion zu erzeugen.
Büffelmozarella, Tomaten und Aubergine in Scheiben schneiden und abwechselnd aufeinander stapeln. Mit Balsamicogelee, einem Basilikumblättchen und der Basilikumemulsion garnieren, fertig.

2. Gang: Erbeergazpacho
Mal wieder von Juan Amador geklautes Rezept. Seine Gazpachos sind so einfach wie genial. Da es nur ein Zwischengang ist, hab ich die Geschichte etwas runterskaliert und wie immer meinem Küchenvorrat angepasst.
  • 1/2 rote Paprika
  • 1/4 gelbe Paprika
  • 1/2 Salatgurke
  • 1 kleine Knoblauchzehe
  • 300g Erdbeeren
  • 100g + 1 Scheibe Weißbrot
  • 50ml Olivenöl
  • 25ml Rotweinessig
  • Spritzer Sherryessig
  • Himalayasalz
  • Weisser Pfeffer
Eine Erdbeere beiseite legen. Restliche Erdbeeren, Paprika, Gurke, Knoblauch, Weißbrot, Öl und Rotweinessig durchmixern und für 2-3 Stunden kalt stellen. Danach, mit Sherryessig, Salz und Pfeffer abschmecken.


Die Scheibe Weißbrot in kleine Würfelchen schneiden und in Olivenöl anrösten. Erdbeere ebenfalls in kleinschneiden und zusammen mit den angerösteten Weißbrotwürfeln anrichten.

3. Gang: Vegetarisches Sandwich im Glas
Dieses Rezept, ist eigentlich nur eine vegetarische Variation des Sandwichs im Glas. Béchamelsoße und Toast bleibt gleich. Statt des Schinkens wurden folgende Zutaten verwendet:
  • 1/2 Gurke
  • 2 Tomaten
  • Stangensellerie
  • Aubergine
  • Petersilie
  • 50g Gruyère
  • Zum Garnieren: Porrée-Sprossen


Toastbrote toasten, Ecken abschneiden, sodass Scheiben ins Glass passen. Mit dem kleingeschnitten Gemüse in verschiedenen Ebenen füllen und zwischendurch Béchamelsoße dazugeben. Letzte Schicht besteht wieder aus einem getoasteten Toastbrot und etwas geriebenem Gruyère. Bei 180°C etwa 10 Minuten bei geschlossenem Deckel ziehen lassen und dann weitere 10 Minuten gratinieren, bis eine leicht bräunliche Käsekruste entstanden ist. Danach aus dem Ofen nehmen und mit Sprossen garnieren.

4. Gang: Apfelkaviar mit Balsamicogranité und Zimtkaramell
Vorweg vielen Dank an Rolf Schweikert für die geniale Idee mit dem Balsamicogranité.
Ursprünglich wollte ich die neulich schonmal produzierten Apfelspaghetti nochmals reproduzieren. Wie der Zufall so will, hab ich dafür eine alternative Art gefunden Kaviar herzustellen.
  • Apfelsaft
  • Algizoon
  • Calcic
  • Balsamico
  • Zucker
  • Läuterzucker
  • 2 Zimtstangen

Balsamico mit etwas Zucker auf niedriger Flamme einreduzieren lassen, sodass eine süßliche zähe Masse entsteht. Durch die Reduktion sollte der Essig den größten Teil seiner Schärfe verloren haben. Etwas Wasser unterrühren, bis Masse wieder fließt (also nicht klebrig, zähflüssig ist und sich in Zeitlupe bewegt). In einem flachen, weiten Gefäß in einer dünnen Schicht verteilen (z.b. große Auflaufform) und in die Gefriertruhe geben. Während des Gefrierprozesses immer wieder mit Spachtel aufkratzen um durch Zerstörung der Eiskristalle die später gewünschte Konsistenz zu erreichen.

Zucker in einer Pfanne karamellisieren lassen, Zimt und Läuterzucker hinzugeben, einreduzieren lassen. Danach vom Herd nehmen und durchziehen lassen.


Apfelsaft mit der entsprechenden Menge Alginat vermischen. Masse in eine Spätzlepresse geben und durch die Presse in die vorbereitete Kalziumlösung fallen lassen. Nach 20 Sekunden die Bällchen mit einem Sieb aus der Lösung fischen und im Wasserbad durchschwenken um den Gelierprozess zu stoppen.

Zimtkaramell wieder erwärmen, damit es flüssig wird, und zusammen mit Apfelkaviar und Granité anrichten.

5. Gang: Parmesanlollis in Melonenschiffchen
  • 50g Parmesan
  • 1 EL Schnittlauch
  • etwas Pfeffer
  • Galia-Melone
Kudos hier an Heiko Antoniewicz für die Lollis. Da ich nur relativ scharfen weissen Pfeffer hatte, habe ich zum Ausgleich noch die Melonenschiffchen hinzugefügt, welche die Lollis prima ergänzten.


Parmesan zereiben, mit Schnittlauch mischen und gut pfeffern. Masse in eine runde 5cm-Form auf eine Silikonmatte geben. Form abnehmen und Holzstäbchen in die Parmesanmasse geben. Für 30 Sekunden bei 600W in die Mikrowelle geben, bis der Käse eine feste, crunchy Struktur angenommen hat.

Zum Anrichten, Melone in Schiffchen schneiden und die Parmesanlollis in die Melone stecken.

Samstag, 22. März 2008

Frühlingsrolle Süss-Sauer

Heute war schnelle Küche angesagt und ich hatte Lust auf was asiatisches. Das kam dabei raus:



Frühlingsrolle:

150g Hähnchenfleisch in ca 0,5cm große Würfel schnippeln, 1 TL gehackten Ingwer zugeben und ca. 1h in Ketjap Aisin, etwas Sambal Trassi und einem Spritzer Zitronensaft marinieren.

1 Schalotte, 1 Knoblauchzehe, 1 Lauchzwiebel, 1 kleine Möhre und 2 Shiitake Pilze kleinschneiden. Hähnchenfleisch abtropfen lassen und relativ scharf anbraten. Sobald die Fleischwürfel an der Oberfläche braun sind, das gewürfelte Gemüse hinzugeben und ca. 3 min mitbraten. Etwas Ketjap Aisin und etwas Zitronensaft angießen und leicht einreduzieren lassen, mit Salz und Pfeffer abschmecken.

Pro Frühlingsrolle ein kleines Blatt Reispapier anfeuchten, ca. 1-2 min durchziehenlassen, bis es flexibel genug ist und dann 1 EL Füllung etwas unterhalb der Mitte auf das Reispapier geben. Das Reispapier erst von unten, dann von den Seiten umschlagen und dann von unten nach oben fest aufrollen. Die Röllchen mit der Naht nach unten (sonst gehen sie wieder auf) in einem Topf mit ca. 1cm hoch 160° heissem Erdnussöl frittieren.

Süß-Sauer Sauce:

3 EL Tomatenketchup, 3 EL Zucker, 4 EL hellen Reisessig und 8 EL Hühnerbrühe erhitzen. Mit Pfeffer, ggf. Reisessig und ganz wenig Sambal abschmecken. 1 TL Pfeilwurzstärke in etwas Wasser auflösen und die Sauce damit binden.